Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Mehr Aale in der Elbe!

Ausgabejahr 2020
Datum 30.04.2020

Das WSA Lauenburg besetzte heute 50 Kilogramm sog. Glasaale, Jungaale, in der Elbe. Dies betraf die Elbabschnitte oberhalb des Wehres Geesthacht in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Das WSA Lauenburg besetzte heute 50 Kilogramm sog. Glasaale, Jungaale, in der Elbe. Dies betraf die Elbabschnitte oberhalb des Wehres Geesthacht in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Besatzmenge entspricht etwa 150.000 Fischen.

Die Aktion wurde vom WSA Lauenburg gemeinsam mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde und den zuständigen Landesbehörden geplant. Im Auftrag des WSA realisieren die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. bzw. in Mecklenburg-Vorpommern der Landesverband der Binnenfischer Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie die jeweiligen Fischereirechtsinhaber das Projekt vor Ort.

Martin Gellner:“ Dieses außergewöhnliche Aalbesatz-Projekt ist für uns etwas ganz besonderes. Es wird eine nachhaltige ökologische Wirkung erzielen, die den Fischbestand in der Elbe stabilisieren wird. Auch über den Fortgang der Planungen zur Errichtung einer temporären Aalaufstiegshilfe freue ich mich.“.

Diese Aalaufstiegshilfe an der südlichen Fischaufstiegsanlage wird es wandernden Glasaalen ermöglichen, vom Unter- in das Oberwasser zu gelangen. Dies wurde notwendig, weil die südliche Fischaufstiegsanlage am Wehr Geesthacht wegen eines Schadens im vergangenen Herbst außer Betrieb genommen werden musste. Seitdem können Fische dort nicht mehr elbaufwärts gelangen.

Im Dezember des Vorjahres wurden die Planungsleistungen zur Wiederinbetriebnahme der südlichen Fischaufstiegsanlage beauftragt. Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten ist der Baugrund auf Kampfmittel zu untersuchen. Diese Leistungen wurden bereits ausgeschrieben und sollen in den nächsten Wochen vergeben werden. Ziel ist, nach derzeitigem Planungsstand, nach einer öffentlichen Ausschreibung die Bauarbeiten im Jahr 2021 zu beginnen.

Weiterführende Auskunft erteilt: Martin Gellner (04153 558 320).